Notizen meines Redebeitrags Gedenken Malte C.

Bild von Anna Roth bei Redebeitrag
Foto: Sabine Arndt

Meine Redebeitragsnotizen vom 5.9.2022

Noch immer Sprachlos, Erschüttert und Traurig stehe ich hier. Die Gedanken sind bei Malte seinen Freund*innen und Weggleiter*innen. 

Seit dem CSD Münster war ein ungutes Gefühl und eine große Wut auf das, was Menschen aus Hass und Intoleranz machen und gleichzeitig die Hoffnung das Malte doch durch kommt. 

Am Freitag kam dann die Nachricht: Malte ist Tot.

Es war ein PUNKT

Oder ein großes Ausrufezeichen

Ein Ende, dass die Brutalität der grassierenden queerfeindlchkeit Zeigt.

Dass nochmal Zeigt wie Brutal der Hass gegen Lesbische Frauen und trans Männern ist.

Trans Männern denen wie auch trans Frauen, inter* und nicht binären Menschen ihre geschlechtliche Identität abgesprochen wird.

Woher kommt dieser Hass, die Energie in einen CSD zu drängen und Menschen erst verbal und dann gewaltsam anzugreifen und bis zum Tode auf sie ein zu prügeln? 

Die Zahl der Hasspost und der Übergriffe die bekannt werden steigt Monat für Monat. Gerade jetzt wo ich diese Zeilen für den Abend schreibe kommt die Nachricht aus Bremen:

„trans Frau beleidigt, geschlagen und schwer verletzt. Rund 15 Jugendliche feuerten den Täter an.“

spiegel.de

Beleidigungen und Drohungen erleben queere Menschen auch hier in Heidelberg. Auch ich persönlich wurde schon hier in im Stadtteil Rohrbach am heiligten Tag mit den Worten „lauf wenn du leben willst“ bedacht und ich bin gelaufen und zwar so schnell ich konnte.  

In den Medien werden werden transfeindliche Äußerungen als legitime Meinung dargestellt. Es wird zum Beispiel vom angeblichen Streit in der Biologie über das Geschlecht berichtet. Das ist zu tiefst Falsch und unredlich. 

Es legitimiert Hass gegen uns!  
Hass der für Malte Tödlich war.
Das muss aufhören! 

Geschlechtliche Identitäten von trans*, inter* und nicht-binärer Menschen sind Realität, genau so sind Sexuelle Identitäten Realität;
und auch keine Meinung, keine Mode und auch keine Wahl. 

Daher lauteten die Forderungen weiter

  • Ergänzung des Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz zum Schutz der sexuellen und geschlechtlichen Identitäten.
  • Ergänzung des §192 StGB um geschlechtliche Identität
  • Schaffung von sicheren Räumen für die Quere Community

In diesem Sinne

MALTE: Ruhe in Frieden. 

Wir werden nicht locker lassen!

Siehe auch Recap zur Veranstaltung hier

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